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 Fr, 19. Januar 2018,  19.30 Uhr  Alte Darre

Holger Scholl

Sizilien (Teil 1)

Vorgeschichte, Griechen, Karthager und Römer


Sizilien, die größte Insel des Mittelmeeres, blickt auf eine lange Geschichte zurück:

Höhlenmalereien belegen, dass die Insel bereits in der Altsteinzeit besiedelt war. Neolithische Siedler brachten Ackerbau und Viehzucht auf die Insel mit, in deren Folge sich in der Bronzezeit eigenständige lokale Kulturgruppen entwickelten. Felsgräbernekropolen legen bis heute Zeugnis von dieser frühen Blütezeit ab.

Später lag Sizilien in der Interessensphäre phönizisch-karthagischer Seefahrer und griechischer Kolonisten. Phönizische Händler aus der Levante errichteten Stützpunkte als Zwischenposten auf ihren Handelsrouten ins westliche Mittelmeergebiet. Mit der Gründung erster griechischer Kolonialstädte im 8.Jhdt.v.Chr. begann das lange Ringen der beiden Völker um die Vorherrschaft auf der Insel. Letztendlich waren es die Griechen, die die Oberhand behielten. Nirgendwo findet man eine so hohe Konzentration an kulturellen Hinterlassenschaften der Griechen wie in Sizilien. Die strategische Lage, die Fruchtbarkeit der Küstenregionen und die unendlichen Wälder im Inselinneren boten den griechischen Siedlern ideale Voraussetzungen für ein außergewöhnliches wirtschaftliches, militärisches und kulturelles Wachstum und so übertrafen die neu gegründeten Städte schon bald das Mutterland an Macht, Glanz und prächtigen Bauwerken. Diese Prosperität schlug sich in der Errichtung einzigartiger Bauwerke nieder, die noch heute zur Besichtigung einladen: Syrakus, Agrigent, Taormina, Selinunt und Segesta  mit ihren beindruckenden Tempeln bieten noch heute dem Besucher einen anschaulichen Eindruck von antiker Stadtarchitektur. Monumentale Festungsbauten zeugen aber auch von den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Karthagern und belegen die Genialität der damaligen Militärstrategen.

Auch die aufstrebende Weltmacht Rom war sich schnell der strategischen Bedeutung der Insel bewusst und nach den drei punischen Kriegen gelang es letztendlich hier die erste römische Provinz zu errichten. Die pax romana bedeutete auch für Sizilien eine Zeit der kulturellen Blüte und der luxuriöse Lebensstil der römischen Oberschicht manifestierte sich in prächtigen Landvillen mit prächtigen Mosaikfussböden, die uns noch heute anschaulich antikes Leben plastisch vor Augen führen.

Im ersten Teil unserer Sizilienreise, am 19. Januar, besuchen wir prähistorische Höhlen mit Felsmalereien, bronzezeitliche Felsnekropolen, phönizische Handelsstützpunkte, die griechischen Kolonialstädte mit ihren prächtigen Tempelbauten sowie die römischen Landvillen mit ihren farbenprächtigen Mosaiken.

Im zweiten Teil des Vortrages, am 2. Februar, bewundern wir dann die mittelalterlichen Bauwerke aus byzantinischer, arabischer, normannischer und staufischer Zeit. Diese führen uns hinein in eine einzigartige Mischkultur, die sich vor allem unter normannischer Herrschaft in Sizilien entwickeln konnte und deren Kirchenbauten zu den eindrucksvollsten Monumenten mittelalterlicher Architektur gehören.