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Fr, 2. Februar 2018,  19.30 Uhr  Alte Darre

 Holger Scholl

Sizilien (Teil 2) 

Mittelalter:  Araber, Normannen, Staufer

 

Der zweite Teil der Sizilienreise führt in die interessantesten Epochen des nachantiken Sizilien: in die Zeit der bewegten Jahrhunderte zwischen 800 und 1250, als die Herrschaft der Byzantiner, der Araber, der Normannen und der Staufer aufeinander folgten.

Sizilien, begünstigt durch seine Lage im Zentrum des Mittelmeeres, wurde damals zu einem Bindeglied zwischen Ost und West, in dem das fruchtbare Zusammenleben von Arabern und Christen zu einer beispiellosen Blüte führte. Die Zeugnisse dieser Hochkulturen – in der Architektur ebenso wie in den farbenprächtigen Mosaiken – ziehen den Betrachter auch heute noch in Ihren Bann.

Nachdem die Araber die Byzantinerherrschaft beendet hatten, waren es letztendliche streitende Emire, die die Normannen um militärische Hilfe baten. Diesen gelang es schlußendlich, von Süditalien vordringend, nach hartem Kampf ganz Sizilien zu unterwerfen. Doch die kriegerischen Normannen waren nicht nur wagemutige Haudegen; sie taten vielmehr alles, um die blühende islamische Hochkultur zu bewahren und entwickelten sich zu weitblickenden Staatsmännern. Es gelang ihnen durch politisch motivierte, damals im Abendland absolut unbekannte Toleranz, der Insel eine Zeit friedlicher Blüte und Wohlstandes zu sichern. Durch Heirat fiel Sizilien schließlich in den Herrschaftsbereich der Hohenstaufen unter Kaiser Heinrich VI.. Kaiser Friedrich II. organisierte Sizilien schließlich neu und machte es zur Basis seines modern anmutenden Staatsgebildes. Die staufische Dynastie verlor es jedoch letztendlich in den gnadenlosen Auseinandersetzungen mit dem Papsttum und dem römischen Kirchenstaat. Die deutschen Kaisergräber sind jedoch im Dom von Palermo noch heute erhalten.

Wir besuchen in diesem Vortrag die arabischen Hinterlassenschaften und betrachten detailliert die einzigartige normannische Architektursynthese arabisch-byzantinisch-europäischer Vorbilder. In den Dombauten von Monreale und Cafalu sowie den Bauwerken der Hauptstadt Palermo zeigt sich diese Mischkultur in architektonischen und auch künstlerischen Highlights.