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Im Bamberger Tortum (“Stadtturm“) und in der Alte Darre (rechts anschließend) finden die meisten der KIS-Veranstaltungen, sowie vereinsinterne Treffen statt. In der Alten Darre befindet sich eine Kleinkunstbühne mit 80 Sitzplätzen. Die Ausstellungsräume ziehen sich von der Alten Darre über die verschiedenen Räume des gotischen Stadtturms über fünf Stockwerke bis unter das Mansard-Zeltdach.
Vom Stadtturm hat man einen weiten Blick über die Altstadt und das Obermaintal zum Staffelberg, nach Vierzehnheiligen und Schloss Banz. 


Schloß Oberau bei Bad Staffelstein; seit 2001 kann die KIS Räume und den Park des Schlosses für klassische Konzerte nutzen. Die Räume des Schlosses, welches sich im Privatbesitz befindet, sind nur zu den Zeiten, in denen die Konzerte stattfinden, geöffnet.
Daneben führen wir Veranstaltungen regelmäßig an weiteren Orten durch, so im Saal der Brauereigaststätte "Staffelbergbräu", Loffeld, einem historischen dörflichen Gasthaus-Saal, im Stadtmuseum Bad Staffelstein, im Saal des Gasthofs "Grüner Baum" nahe dem Stadtturm oder im Kaisersaal auf Kloster Banz. Öffnungszeiten


Eigentümer von Stadtturm und Alte Darre ist die Stadt Bad Staffelstein. Die Bad Staffelsteiner Kultur-Initiative KIS nutzt als heutiger Mieter beide als Kulturräume; das historische Ensemble bildet heute die Heimat der KIS.

Stadtturm und Alte Darre sind alljährlich durchgehend von etwa Ende Mai bis Ende September geöffnet, abhängig von der Ausstellungen, die regelmäßig während der Öffnungszeiten stattfinden.


Öffnungszeiten jeweils am


Donnerstag, Samstag und Sonntag

von 14 bis 18 Uhr


Während der Öffnungszeiten ist der Stadtturm vollständig begeh- und besteigbar; Fenster zur Stadt hin sind zum Fotografieren geöffnet. Da während der Öffnungszeiten  Aufsichten gestellt werden müssen, wird den Besuchern ein geringer Eintritt abverlangt.


Darüber hinaus ist das historische Ensemble bei allen Veranstaltungen der KIS zugänglich. Sonderöffnungen und Führungen sind auf Anfrage jederzeit möglich. Während des Altstadtfestes ist der Stadtturm auch bis in die Nacht geöffnet, so dass ein Blick auf die nächliche Stadt und ihre Umgebung möglich ist.



Bamberger Torturm und Alte Darre
Geschichte


Die Stadt Bad Staffelstein war ab 1422 durch eine komplette Stadtmauer von einer Höhe von 5 bis 7 Metern und einem durchgehenden Stadtgraben umgeben und besaß ursprünglich vier Tore:

1) Banzer Torturm (auch Seumentor) (1869 abgetragen) (heute sind die Grundrisse in der Bahnhofstraße im Straßenpflaster wieder dokumentiert)

2) Oberer oder Lichtenfelser Torturm (1823 eingelegt) (heute Lichtenfelser Straße)

3) Schwabthaler Torhaus (1865 beseitigt) (Horsdorfer Straße)

4) Bamberger Torturm (bis heute erhalten)

Dazu weitere Türme, Ecktürme und Befestigungen, die nicht erhalten sind.


Daten zum Bamberger Torturm (Stadtturm)


Hoher (32 m), fünfgeschossiger Sandsteinquaderturm über verzogen quadratischem Grundriss. Ab 1422 mit der gesamten Stadtbefestigung erbaut. Mit seiner gotischen Form ist er der bedeutendste Rest des Befestigungsrings, der ehemals die Stadt umgab. Tordurchfahrt leicht spitzbogig, mit gefassten Laibungen; Tonnenwölbung. Bedachung mit Mansard-Zeltdach, Ober- und Unterteil jeweils geschwungen. Darüber achtseitige Laterne mit rundbogigen Schallöffnungen, eingeschnürter Haube, spitzem Knauf und Wetterfahne: Schieferbedeckung.

1841 ließ der Magistrat die Tordurchfahrt vermauern und zur Straßendurchführung einen Teil des nördlich anschließenden Mauerzuges abbrechen; dabei wurde auch das vorgelegte äußere Torhaus beseitigt. 1936 wurde die Durchfahrt wieder eröffnet.

In den oberen beiden Stockwerken befindet sich die Turmwohnung, in der noch bis Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts eine ‚Türmerfamilie‘ wohnte. Die unteren Stockwerke dienten vor allem der Vorrats-haltung; im 2. Stock findet sich ein Durchgang zum ehemaligen Mauerumgang, der heute vermauert ist.

An den Stadtturm schließt sich die „Alte Darre“ an; sie diente einst als Trockenboden für das Kommunbrauhaus, das hier untergebracht war. Bis vor wenigen Jahren wurde sie als „Fremdenverkehrsamt“ der Stadt Bad Staffelstein genutzt. Heute belebt die Kulturinitiative Bad Staffelstein (KIS) das historische Ensemble mit kulturellen Veranstaltungen.

 Nostalgie pur im Stadtturm

Türmerwohnung im Stadtturm

 

In zwei der vier Stadttürme der ehemaligen Stadtbefestigung von Bad Staffelstein gab es “Türmerwohnungen”. Aufgabe des Türmers, der hier in luftiger Höhe mit seiner Familie wohnte, war es, die Stadt und ihre Umgebung zu überwachen; Hauptzweck war die Warnung vor Feuern, welche zur damaligen Zeit meist verheerende Auswirkungen hatten (s. der große Stadtbrand vom 5. Juli 1684).

 

Die Alte Darre war in früheren Zeiten überwiegend als Kommunbrauhaus genutzt (vgl. der Name), später, nach Gründung der ersten Staffelsteiner Brauereien nach der Säkularisation, Unterstellraum für allerlei städtische Geräte, im Obergeschoss Scheunenboden. Der Eingang zur Türmerwohnung erfolgte durch die heutige Hintertür, also innerhalb der Stadtmauer. Die Toilette – ein einfaches "Plumpsklo" – befand sich über den heutigen Toiletten vor dem eigentlichen Turmeingang.

 

Wegen der Wohnungsknappheit wurde die Türmerwohnung nach dem 2. Weltkrieg bis Mitte der 60iger Jahre von mehreren Familien als Wohnung genutzt. Die abenteuerlichen Wohnverhältnisse der Nachkriegszeit können heute noch von einigen ehemaligen Bewohnern bezeugt werden.

 

Zweites und drittes Turmgeschoss wurden als "Sandboden" und “Holzboden" bezeichnet; in ihnen wurden Kartoffeln, Kohlen und Vorräte gelagert, z. T. in Sand, daher der Name. Im unteren Stockwerk der Wohnung befand sich links das Elternschlafzimmer, rechts das Schlafzimmer der Buben, davor unter der Stiege ein Waschplatz. Das große Zimmer im oberen Stockwerk mit dem schönen Blick auf die Stadt was das Wohnzimmer, davor die Küche mit Staffelbergblick und links das Schlafzimmer der Mädchen. Unter dem Dach brüteten auch damals schon Tauben, Turmfalke und Dohle und das Ticken der Turmuhr und manch eigenartige Geräusche in der Nacht dürften sich bis heute kaum verändert haben.

 

Zimmer und Wände sind auch heute nach 50 Jahren noch im Zustand der letzten Nutzung; Möbel und Türen wurden entfernt, um eine Nutzung als Ausstellungsräume zu ermöglichen.